Für mich sind die Monate vor dem Jahreswechsel ein wahrer Genuss.
Bei meinen ausgedehnten Streifzügen durch die Wälder in meiner Umgebung finde ich genug Fichtenpech, um eine Salbe am offenen Feuer herzustellen. Die Bezeichnung „Pech“ bezieht sich auf das Harz von verschiedenen Nadelbäumen wie Fichte, Lärche und Tanne. Für Bäume die am Stamm eine Verletzung aufweisen, ist dies der Wundverschluss.
In der Volksheilkunde
… wurde das Harz mit Butter- oder Schweineschmalz hergestellt, ich verwende als Ölträger ein hautfreundliches Bio Olivenöl.
Harzsalben wirken entzündungs- und keimhemmend, zusammenziehend und sind folglich wundheilungsfördernd. Ich verwende den Fichtenpechbalsam gerne auch bei Fieberblasen und Verkühlungen der oberen Atemwege.

Bei Erkältungen
wird der Balsam auf die Brust aufgetragen. Durch den balsamischen Duft der ätherischen Öle und Harzsäuren wird das Abhusten erleichtert.
Zum Eindicken der Salbe verwende ich das Wachs unserer Bienen. Über dem offenen Feuer gerührt wird der Fichtenpechbalsam gehaltvoller.
